Contra

Indes trifft das Sexportal nicht überall auf Zuspruch. „Geld verdienen“ bleibt den Betreibern und den Amateuren vorbehalten, die dafür Sex vor laufender Kamera liefern.

Wer das Portal besucht sollte sich darüber im Klaren sein, dass es hier um die ungeschönte Darbietung menschlicher Sexualität und menschlicher Genitalien „in Aktion“ geht, was durchaus nicht jeder als appetitlich oder gar anregend empfindet. Zwar bemüht sich Red-Tube.com ganz offensichtlich, über eine personalisierte Zugangssicherung den Anforderungen des Jugendschutzes gerecht zu werden, jedoch sind bereits die kostenfrei einsehbaren Vorschau-Clips, bei denen diese Sicherheitsvorkehrungen noch nicht greifen, mitunter äußerst grenzwertig.

Und dann ist da die augenfällige Ähnlichkeit mit dem fast namensgleichen, in Los Angeles (Kalifornien) ansässigen Pornoanbieter RedTube™ (ohne Trennstrich). Dessen virtuelle Porno-Offerten sind vollkommen kostenfrei und, nach Meinung von Insidern, auch technisch von höherer Qualität. Bei Red-Tube.com hingegen muss der Nutzer sogenannte Coins käuflich erwerben, bevor er sich dem Rausch fremder Sexualität hingeben darf.

Unangenehm fällt Red-Tube.com auch durch die massenhafte Bewerbung mit Spam-Mails auf, was von vielen Internetnutzern als aufdringlich empfunden wird, unabhängig davon, ob sie bereit sind, für Sexvideos im Netz Geld auszugeben oder nicht.

Bezahlt wird bei Red-Tube.com per Kreditkarte, Lastschrift, Vorkasse, Sofortüberweisung oder Telefon. So verdienen bei einigen dieser Zahlungsarten Dritte kräftig mit – und das alles für einen Service, den man durchaus kostenfrei haben kann.

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